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HIPPOLYTOS Ein Ausbildungssystem auf Basis klassisch-barocker Reitkunst und des antiken Gedankenguts. Mit Hippolytos hat das System der klassischen Reitkunst, wie Alfons Dietz es lebt, einen Namen gefunden. Hippolytos kommt aus dem Altgriechischen und bedeutet übersetzt Pferdelöser – im Gegensatz zu Hippokrates, was soviel wie Pferdebändiger bedeutet.
Sinn und Zweck ist es, all jenen ein Forum zu geben, die sich mit klassischer Reitkunst beschäftigen (wollen) und es zum Ziel haben, das Pferd rittig – d.h. durchlässig und losgelassen – bis in die hohen Lektionen zu erhalten. Die gesamte Ausbildung soll einen hohen Grad an Harmonie zwischen Reiter/in und Pferd widerspiegeln. So ist das Pferd Partner und nicht bloß Sportgerät.
Schon zu Zeiten Xenophons, jenes Reitmeisters, welcher bereits in der griechischen Antike die erste uns erhalten gebliebene Reitlehre – Hippopeideia genannt – verfasste, wurden junge Reiter mit Hilfe der Pferde erzogen. So lehrte man ihnen Bescheidenheit, Geduld und Einfühlungsvermögen, die höchsten Tugenden des Reiters. Das System Hippolytos soll allen Hippologen/innen – auch jungen Reitern/innen – die Möglichkeit geben, in korrekter Weise eine(n) pferdegerechte(n) Umgang / Ausbildung / Sitzkultur und vor allem die Tugenden der Reitkunst zu erlangen.
Die im System enthaltenen Prüfungen sollen eine Bestätigung für den Reiter/die Reiterin sein, auf seinem/ihrem momentanen Niveau und dem des Pferdes einen hohen Grad an Harmonie, Losgelassenheit und Rittigkeit erreicht zu haben. So sind in den aufgeführten Prüfungen nicht die gerittenen Lektionen das Elementare, sondern die dabei gezeigte Losgelassenheit und Zufriedenheit des Pferdes. Auch in den von Hippolytos ausgeschriebenen Turnierprüfungen ist dieser Punkt der wichtigste.
Als Prüfungsvorbereitung gilt es, in einer bestimmten Abfolge Seminare zu den zentralen Themen der klassischen Reitkunst zu absolvieren. So werden in den Lehrgängen die klassische Reitkunst, die zwanglose und gewaltfreie Lösung von Problemen in der Ausbildung des Pferdes sowie die gesamte Palette der Arbeit an der Hand in der Praxis vermittelt.
Hand in Hand geht dazu natürlich die entsprechende Theorie, ohne die die Praxis auf keiner soliden Basis stünde.
Vorerst sind drei Prüfungen vorgesehen: Sie schließen mit dem Titel eines Die altgriechischen Bezeichnungen wurden ganz bewusst gewählt, da sie sehr aussagekräftig sind und den Ausbildungsstand des Reiters versinnbildlichen sollen.
Nach erfolgreichem Abschluss der jeweiligen Prüfung(en) wird dem Kandidaten / der Kandidatin nicht nur ein Diplom übergeben, sondern auch ein Symbol, das für den entsprechenden Prüfungsgrad steht: Ein Agògein erhält eine Birkengerte mit einem exklusiven Pferdekopf, ein Lütès hat sich die Sporen verdient und einem Hippùrgosdient eine Kandare als Zeichen der verfeinerten Hilfengebung.
Die sechs Säulen des Hippolytos Sei immer bescheiden! Bewahre Geduld! Sei mitfühlend! Bedenke: Wo Gewalt beginnt, endet die Kunst! Sei immer bereit, vom Pferd zu lernen! Harmonie – nicht die gerittene Lektion – ist das höchste Ziel!
Für nähere Informationen und Unterlagen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Kontakt
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Xenophon der Gründer der klassischen Lehre
Hippolytos der Pferdelöser
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