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Curriculum Vitae

Geboren wurde ich 1968, in eine alte Reiterfamilie in Wien. Bereits mein Urgroßvater hatte einen großen Handelsstall in Wien, der unter den k.u.k. Kavallerieoffizieren bekannt war für ausgezeichnete Offizierspferde. Mein Vater war Mitglied der Spanischen Hofreitschule in Wien.

So saß ich bereits mit 2 Jahren am Pferd – hier fehlt mir allerdings die Erinnerung – wie man sich aus der Situation erdenken kann war mein Vater auch mein erster Lehrer. Hart aber herzlich. Klein Alfons bekam die Basis der Reitkunst eingeflößt – nicht nur mit der Muttermilch – auch durch harte Arbeit und Training. Es war nicht immer einfach für mich meinen Vater als Lehrer zu haben, aber es hat sich aus meiner Sicht gelohnt. Mein Vater legt sehr großen Wert auf den korrekten Umgang mit dem Lebewesen Pferd. Und er war und ist ein glänzender Beurteiler des Pferdeexterieures. Viele Pferde hat er in meinem Beisein ausgesucht und ich lernte permanent bereits als kleiner Junge Mängel und Fehler schnell zu erkennen. Heute kommt mir das beim Aussuchen von Verkaufspferden sehr entgegen.

Nicht nur die klassische Reitkunst war Thema meiner Ausbildung sondern ebenso Springgymnastik, Anreiten von jungen Pferden,…

Bereits mit 6 Jahren belächelten mich die Leute weil ich auf die Frage: „Was willst denn mal werden wenn du groß bist?“ immer die Antwort gab: „Reiter in der Spanischen!“ Die Leute amüsierten sich köstlich über den Kleinen als ob ich gesagt hätte: „Ich werde Feuerwehrmann!“

Im Alter von 15 Jahren schon trat ich als Eleve in die Spanische Hofreitschule Wien ein, an der ich 8 Jahre bleiben sollte, um die klassische Dressur von der Pike auf bis zur Vorführungsreife zu erlernen. Es war für mich eine Zeit in der ich durch zusehen eine Menge lernte. Wie mein Vater immer zu sagen pflegt: „Junge Du musst mit den Augen stehlen!“  Das tat ich nicht zu knapp. Sie werden sich nun fragen warum ist er da bloß weg? Einfache Antwort: Es war eine schwierige Zeit, der Leiter war ein Mann der stolz darauf war kein Hippologe zu sein. Er verstand leider nichts vom Reiten, die Folge war für mich auf menschlicher Ebene leider nicht mehr tragbar. In dieser Zeit betrieb ich auch als Ausgleich den Kampfsport Tae Kwon Do bis zum Schwarzgurt. Mein Meister You Young Min machte mich bekannt mit einem buddhistischen Mönch, was dazu führte, dass ich nun seit beinahe 25 Jahren Buddhist bin. Dies prägte mich sehr stark im Umgang mit Pferden und Menschen. Tugenden wie Geduld, Bescheidenheit und Gelassenheit halte ich für ausgesprochen wichtig in der Pferdeausbildung.

Nach meiner Ausbildung in der Wiener Schule arbeitete ich eine geraume Weile als selbständiger Berufsreiter in Österreich und startete auch erfolgreich mit Trakehnerpferden im Turniersport. In dieser Zeit kam auch der  Lusitanohengst Cartucho als Berittpferd zu mir. Ursprünglich war er für meines Vaters Pension gedacht. Allerdings hatte mein Vater zu diesem Zeitpunkt bereits ein paar Kilo zuviel und nachdem er immer meinte, zuerst abnehmen, dann reiten, zog er auch bei sich selbst die Konsequenzen und ich „erbte“ Cartucho. Der talentierte Hengst hatte in Portugal eine gute Grundausbildung erhalten und wurde von seinem Vorbesitzer als Wanderreitpferd verwendet, weshalb man ihm auch den Tölt beibrachte. Es brauchte ca. ein Jahr gymnastizierende Basisarbeit, um die Reinheit der Gänge wieder herzustellen. Erst daraufhin konnte ich ihn seiner Begabung entsprechend fördern. In diesem Zusammenhang folgten auch über eineinhalb Jahre hinweg Aufenthalte in Portugal und Spanien, um mich in der Doma Vaquera und im berittenen Stierkampf       ( Rejoneo ) fortzubilden.

Nach dem Erleben der klassischen Reitkunst in praktischer Anwendung – sozusagen nach einer Phase der hippologischen „Feldforschung“ auf der iberischen Halbinsel – zog es mich nunmehr in den hohen Norden. Als Verbindung zwischen Praxis und Theorie schrieb ich die Bücher Bücher:

    „Die Klassische Bodenarbeit“(Cadmos Verlag),

    „Von der Weide zur Versammlung“(Cadmos Verlag).

Für rund 2 Jahre war der Mittelpunkt meines beruflichen Lebens ein Gestüt in Norddeutschland, wo ich Pferde und deren Reiter/innen ausbildete.

Nach meiner Rückkehr war ich im Süden Wiens tätig, natürlich nicht ohne Abstecher für Lehrgänge in ganz Österreich, Deutschland und Spanien. Einschneidend war leider 2006 der Tod meines geliebten Lehrmeisters Cartucho der mir bis dahin bereits 16 Jahre, Freund und Lehrer war und mich zu einem guten Teil zu dem machte was ich heute bin. Ende 2007 tat sich für mich eine ganz neue Möglichkeit auf. Die eigene Reitanlage. Somit zogen wir – meine Frau Anke, mein Lusitano Quadril und Nessi mein kleiner tibetischer Hund, nach OÖ.

Hier entwickelte ich, ein auf Basis klassischen Gedankengutes beruhendes Ausbildungssystem – Hippolytos – und gebe Reitern/innen die Möglichkeit, künftig im Rahmen ihrer Ausbildung (d.h. unter Umständen auch ohne Turniersport) ein erstrebenswertes Ziel zu finden, das genau definierten Kriterien standhält.

 

 

 

 

 

 

 

Urgroßvater Dietz Offizier der k.u.k. Armee

Mein Vater im zerbombten Wien Ende des 2. Weltkrieges

Früh übt sich - Klein Alfons mit 2 Jahren

Der erste Zeitungsartikel ;-)

Auf dem Lipizzanerhengst Maestoso Ancona -        in der Levade

 
 

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