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Häufig gestellte Fragen beim Pferdekauf

Ich bin mir noch nicht sicher ob ich einen Andalusier - Lusitano oder ein Sportpferd möchte
wo liegt der Unterschied?

Der wohl deutlichste Unterschied zu anderen Rassen - abgesehen vom Aussehen - liegt wohl im Charakter dieser Pferde begründet. Sie sind hochintelligent und sehr dem Menschen zugetan. Diese Pferde arbeiten ausgesprochen gerne und mit Enthusiasmus, sie sind immer begeistert dabei. Sie sind nicht nur sehr lernwillig sondern fordern geradezu einen Reiter, sie mit Plan, Ziel und Kopf zu trainieren. Diese beiden Rassen wurden über Jahrhunderte als Gebrauchspferde - früher für den Kampf - später für die Arbeit mit Stieren und Rindern sowie für den Stierkampf gezogen. Daher kommt der überaus menschenbezogenen gutmütige und arbeitswillige Charakter. 

Sie haben hauptsächlich Hengste, kann ich einen Hengst überhaupt halten - und was ist
wenn ich ihn kastrieren lasse?

Zur ersten Frage der Hengsthaltung: hier ist zu sagen, dass es natürlich in unseren Breiten eher unüblich ist Hengste zu halten. Das liegt zum Teil einfach daran, weil Warmbluthengste aus Mitteleuropa 1. zumeist sehr schwierig sind und ausgeprägte Hengstmanieren zeigen. Hauptsächlich liegt das daran, dass man alle Hengste welche Reitpferde wurden, der Einfachheit halber kastriert hat. Somit hatte man keinen Grund auf den einwandfreien Charakter des "Hengstes" zu achten. Ganz im Gegensatz zur iberischen Halbinsel wo immer schon bevorzugt Hengste geritten wurden. Somit haben Andalusier (PRE) und Lusitanos (PSL) ihrer Zucht wegen einen ausgezeichneten Hengstcharakter. Sind sie gut erzogen - wovon sie bei unseren Pferden ausgehen können - sind sie in der Haltung Problemlos. Vorausgesetzt man achtet auf ein paar Kleinigkeiten:

  1. Erziehung: Was "Hengst" heute nicht darf ist morgen und erst recht übermorgen auch tabu. Stichwort Konsequenz

  2. Haltung: Es ist nicht förderlich einen Hengst neben oder gegenüber einer Stute zu halten - ebenso wenig wie ihn in die hinterste Ecke zu sperren. Hengst sind keine "Mörder"!!

  3. Reiten: Immer im Kopf behalten sie sitzen auf einem Hengst. Mit Stuten ausreiten soll und darf kein Problem sein, aber hinter einer rossigen Stute her zu reiten ist einfach - dooooof!!  Sie gehen ja auch nicht ins 4 Sterne Restaurant wenn sie gerade fasten, oder? Im übrigen um der nächsten Frage vorzubeugen - nein in der Natur deckt nicht jeder Hengst nur die stärksten dürfen sich fortpflanzen, die anderen bleiben in der Junggesellenherde - Pech gehabt so ist das Leben.

  4. Koppelgang: Natürlich sollte der Hengst besser nicht mit anderen auf die Weide. In der Regel geht ihm das auch nicht ab wenn man ihn arbeitet und nicht in Dunkelhaft fern von anderen Pferden hält.

Wenn Sie ihren Hengst dennoch kastrieren lassen wollen, steht dem im Prinzip nichts im Wege. Um so älter der Hengst desto mehr von seinem Gehabe behält er. Die Kastration ist ein unproblematischer Routineeingriff bei älteren Hengsten wird in der Regel bei Vollnarkose kastriert.

Das Pferd ist so weit ausgebildet und kann so viel - ich bin ein schwacher Reiter -
werde ich ihm überhaupt gerecht?

Eigentlich kann man die Antwort in einen einzigen Satz zusammenfassen. Die waren Lehrer sind die Pferde, lassen sie ihren iberischen Hengst den ihren sein!

Je mehr ein Pferd kann um so sicherer ist das Pferd für sie, sowohl am Reitplatz, als auch - und vor allem - im Gelände. Diese Sorge ist wohl die überflüssigste! Denken sie nicht mehr daran.

 
 
 

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